Diese Frage wird fast in jedem Renovierungsprojekt gestellt:
Brauche ich einen Architekten – oder einen Innenarchitekten?
Die ehrliche Antwort lautet:
Es kommt darauf an. Und oft braucht es beide.
Was macht ein Architekt?
Ein Architekt ist verantwortlich für:
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Bauplanung
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Statik
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Genehmigungen
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Konstruktion
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Gebäudehülle
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technische Umsetzung
Er sorgt dafür, dass ein Gebäude funktioniert – rechtlich, statisch und technisch.
Gerade bei größeren Umbauten, Anbauten oder strukturellen Veränderungen ist ein Architekt unverzichtbar.
Was macht ein Innenarchitekt?
Ein Innenarchitekt beschäftigt sich mit:
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Raumwirkung
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Grundrissoptimierung im Inneren
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Material- und Farbkonzepten
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Lichtplanung
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Möblierung
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Atmosphäre und Nutzung
Während der Architekt die äußere Struktur verantwortet, gestaltet der Innenarchitekt das Erleben im Raum.
Ein Innenarchitekt fragt:
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Wie wird der Raum genutzt?
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Wie fließt das Licht?
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Wie fühlt sich die Oberfläche an?
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Wie entsteht Ruhe?
Der häufige Irrtum
Viele Bauherren glauben, ein Architekt übernimmt automatisch auch das Interior-Konzept.
In der Praxis liegt der Fokus jedoch häufig auf Konstruktion, Budget und Bauablauf.
Das emotionale Raumgefühl wird nicht immer prioritär behandelt.
Umgekehrt kann ein Innenarchitekt keine tragenden Wände berechnen oder Bauanträge stellen.
Warum beides zusammengehört
Gerade bei Bestandsimmobilien – etwa Fincas oder Dorfhäusern auf Mallorca – ist die Verbindung entscheidend:
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Struktur verstehen
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Substanz respektieren
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Atmosphäre entwickeln
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Technik und Emotion zusammenbringen
Wenn Architektur und Interior von Anfang an zusammengedacht werden, entstehen Räume, die:
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technisch funktionieren
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ästhetisch überzeugen
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emotional berühren
Nicht gegeneinander, sondern miteinander.
Fazit
Ein Architekt baut das Haus.
Ein Innenarchitekt macht daraus ein Zuhause.
Die besten Ergebnisse entstehen, wenn beide Disziplinen sich ergänzen – mit Respekt, Klarheit und einem gemeinsamen Ziel:
Räume zu schaffen, die nicht nur stehen – sondern wirken.
